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Pierwsze wywiady
#12
Tu jest po niemiecku z Morgen Magazin może jakiś przekład. PleaseUśmiech Wyglada na bardzo ciekawy.

http://www.morgenweb.de/freizeit/koepfe/...41955.html

Rock: Interview mit Mark Knopfler, der im Juni 2010 wieder solo in der Mannheimer SAP Arena spielt
"Dire Straits zum Spaß? Unmöglich!"

Von unserem Mitarbeiter Marcel Anders



Live immer ein Ereignis: Mark Knopfler.

Reif, aber rastlos: Auch als ergrauter Altrocker mit 60 Jahren gibt Mark Knopfler den kreativen Tausendsassa, der nichts mehr fürchtet als Stillstand und Stagnation. Weshalb die Dire Straits im Interview mit dem "Morgen Magazin" kein Thema sind - Dinosaurier, Dudelsäcke, Glücksspiel, Finanzkrise und Selbstzweifel aber umso mehr. Im September erschien sein Album "Get Lucky", die dazugehörige Tournee startet der Sänger und Gitarrist am 23. Juni 2010 in der Mannheimer SAP Arena.

Herr Knopfler, wie haben Sie Ihren 60. Geburtstag gefeiert?

Mark Knopfler: Ziemlich unspektakulär. Einfach, weil ich nicht auf große Sachen stehe. Ich habe mit meinen Kumpels und Freunden zusammengesessen und eine Flasche Wein geköpft. Aber es gab keine Explosionen. Also ich habe nichts in die Luft gesprengt.

Wie gehen Sie mit dem Alter um - sind Sie stolz darauf, oder führt es Ihnen die eigene Halbwertszeit vor Augen?

Knopfler: Damit habe ich kein Problem. Ich meine, ich vergesse ja oft, wie alt ich bin. Und es ist auch schon vorgekommen, dass ich in den Urlaub nach Griechenland geflogen bin und meinen Geburtstag schlichtweg vergessen habe. Was aber keine große Sache ist. Das Einzige, was wichtig ist, ist, stark genug für den neuen Lebensabschnitt zu sein. Was ich mit 60 auf jeden Fall bin. Und das will ich auch von mir sagen können, wenn ich 70 werde. Ich will fürs nächste Jahrzehnt gewappnet sein. Und ich denke, das ist die beste Art, mit dem Alter umzugehen.

Deshalb auf der Bühne nur noch Wasser und Tee - und zum Interview mal ein Orangensaft? Das höchste der Gefühle?

Knopfler (lacht): Es macht mir mittlerweile einfach Spaß, mich ein bisschen um mich zu kümmern. Was übrigens für die gesamte Band gilt. Wir sind alle sehr gesundheitsbewusst. Und ich habe meine letzte Zigarette vor zwölf Jahren geraucht.

Hand aufs Herz: Fühlen Sie sich manchmal wie ein Rock-Dinosaurier - etwa wie die Riesenechse, die von einem Forscherteam nach Ihnen benannt wurde: Der Masiakasaurus Knopflerli?

Knopfler (lacht): Ich hatte ganz vergessen, was das für einer ist. Aber es bedeutet so viel wie "wütende Eidechse". Und meine Kinder hielten das für toll. Denn natürlich standen sie auf Dinosaurier - wie alle Kinder. Und wenn du so viele hast wie ich, dann musst du ziemlich oft ins Naturkundemuseum.

Und da gab es das Original zu bewundern?

Knopfler: Nein, das habe ich leider noch nirgends gesehen (lacht). Und ich weiß auch nicht wirklich viel über die Sorte, die sie nach mir benannt haben. Das muss ich zu meiner Schande gestehen.


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Dagegen steht Ihr neues Album ganz im Zeichen des Glückspiels - mit einem Vegas-Artwork und einer Spezialedition inklusive Casinochips und Würfeln. Ist Mark Knopfler ein Zocker?

Knopfler: Ich schätze, irgendwie strebt heutzutage jeder danach, glücklich zu werden. Das ist zur regelrechten Sucht geworden. Wobei ich aber nicht so sehr an Casinos gedacht habe, sondern eher an das Leben an sich. Denn momentan können die Leute gar nicht genug Glück haben - also in unserer aktuellen politischen wie wirtschaftlichen Situation. Und deswegen ist das Glücksspiel, sprich: der Versuch, mit minimalem Einsatz große Gewinne zu erzielen, ja auch so attraktiv. Und obwohl ich selbst nicht spiele, habe ich mir eine Menge dieser Pokerspieler angesehen. Diese Las-Vegas-Tiere, die wie Heuschrecken über den Ort herfallen. Einige davon sind einfach unglaublich. Richtige irre Charaktere. Was eine starke Faszination auf mich ausübt.

Also verfolgen Sie Poker eher wegen der Spieler und nicht so sehr wegen des Spiels?

Knopfler: Ganz genau. Und was ich fast noch interessanter finde, ist, dass Spielen heutzutage keine illegale Sache mehr ist, die von irgendwelchen Kartellen oder der Mafia kontrolliert wird, sondern es ist Teil des alltäglichen Lebens. Wobei Pferderennen der größte und populärste Sport der Welt ist. Einfach, weil es immer noch wahnsinnig viele Leute gibt, die in Wettbüros gehen, auf Pferde setzen und hoffen, glücklich zu werden. Daran hat sich bei allem Fortschritt und aller Technik nichts geändert.

Ein Sinnbild unserer Ohnmacht: Der Versuch, die Krise zu meistern - mit Glück statt Kapital oder Know-how?

Knopfler: Zumindest kommt es so rüber - weil das ja boomt wie nie zuvor. Wobei da noch eine andere Komponente hineinspielt. Nämlich die ganzen Funds, die die Einkünfte aus dem Lotteriespiel nutzen, um damit öffentliche Projekte zu finanzieren. Was eine absolut groteske Vorstellung ist. Also da wird gespielt, um Sachen zu schaffen, für die sonst kein Geld da wäre.

Und wann sind Sie zum letzten Mal glücklich gewesen - um den Titel Ihres neuen Albums zu zitieren?

Knopfler: Oh, ich denke ich bin allgemein sehr glücklich. Gerade, was die Aufnahmen zu diesem Album betrifft. Also die Auswahl der richtigen Songs, das Ausarbeiten und dann die Sessions mit der Band. Das hat wunderbar funktioniert. Sprich: völlig problemlos. Und das Album an sich hat eine ausgewogene Balance. Genau wie ich selbst. Denn ich bin sehr glücklich mit dem Studio, das ich gebaut habe.

Sie meinen die British Grove Studios, die Sie im Westen Londons eingerichtet haben?

Knopfler: Richtig. Es ist ein Vergnügen, da zu arbeiten. Und ich hätte das schon vor Jahren machen sollen. Ich meine, ich bin nicht dort, wenn ich nichts aufzunehmen habe. Weshalb auch viele andere Künstler vorbeischauen, was nett ist. Und es bekommt immer mehr Auszeichnungen und Preise. Und wenn ich dort arbeite, habe ich nicht ständig das Gefühl, dass man mich bald wieder rausschmeißt, weil meine Zeit abgelaufen ist. Was ebenfalls ein großes Plus ist (lacht).

Stellt sich die Frage: Warum haben Sie den Schritt nicht schon früher gewagt?

Knopfler: Keine Frage. Aber so ist das halt bei mir: Ich bin immer 20 Jahre zu spät dran. Keine Ahnung, warum. Aber ich war nie von der schnellen Sorte. Egal, worum es geht. Fragen Sie meine Frau ... (lacht).

Gilt das auch für die immer stärkeren gälischen und keltischen Elemente in Ihrer Musik? Schließlich waren die noch nie so präsent wie auf diesem Album ...

Knopfler: Ich habe die Instrumentierung einfach ein bisschen erweitert. Etwa mit John McCusker an der Violine. Der ist zwar schon seit der letzten Tour festes Mitglied der Band, war aber noch nie mit im Studio. Und diesmal hat er Violine und Flöte gespielt. Bei einigen Stücken habe ich auch noch Phil Cunningham am Akkordeon hinzugefügt. Genau wie Michael McGoldrick, der ein phänomenaler Flötenspieler ist. Das hat die Stücke noch mehr in diese Richtung geführt.

Haben Sie keine Bedenken, dass Ihr Publikum das als zu folkloristisch empfindet?

Knopfler: Ach, wenn ich mich als Musiker, Künstler oder was auch immer nur danach richte, was den Leuten gefällt, würde ich wahrscheinlich immer noch mit den Dire Straits spielen (lacht). Dessen bin ich mir vollauf bewusst. Aber, hey, das ist Vergangenheit, und ich will nicht stehenbleiben, sondern mich weiterentwickeln. Und auch mal Dinge probieren, die vielleicht für hochgezogene Augenbrauen oder offene Münder sorgen. Warum nicht? Jede Art von Reaktion ist besser, als gar kein Feedback zu erhalten. Und - um das ein bisschen zu relativieren - ich verwende ja auch nur Flöten, keine Dudelsäcke.

Was ist der Grund für Ihre kreative Rastlosigkeit - mit neuen Alben im Zwei-Jahres-Takt?

Knopfler: Ich verfolge da keinen festen Zeitplan oder arbeite im Akkord. Das scheint einfach der Turnus zu sein, in dem ich genug Songs zusammenhabe. Wobei ich aber konstant sammle und schreibe. Ich schalte eigentlich nie groß ab. Und jedes Mal, wenn mir etwas einfällt, halte ich es sofort fest. Ganz einfach, weil ich es sonst vergessen würde.

Weshalb Sie zuweilen wie ein moderner Märchenonkel wirken, der in alten Geschichten schwelgt. Wie "Before Gas And TV" über die Zeit als es noch keine Autos, keinen Strom und kein TV gab, dafür aber mehr Familie und heile Welt. Sind Sie ein Nostalgiker?

Knopfler: Das kommt darauf an. Also, ich möchte einige Errungenschaften der modernen Technik natürlich nicht missen. Etwa, wenn sie mich in kürzester Zeit von A nach B transportieren. Oder wenn sich auf ihnen spannende Töne erzeugen lassen. Aber gleichzeitig ist da auch ein Teil von mir, der sich nach einem altmodischen Theater sehnt - nach einem Halbrund aus Sitzen, einem Publikum und jemanden, der auf der Bühne steht und einen Song singt. Das ist einfach das Elementare. Deshalb ist es auch so ermutigend, zu beobachten, dass trotz der ganzen Probleme, die die Leute heute beim Verkaufen ihrer Alben haben, das Live-Geschäft immer noch sehr gut läuft. Und die Leute wollen immer noch das Echte sehen. Was mich glücklich macht. Genau wie die Tatsache, eine Menge älterer Acts zu sehen, die immer noch dabei sind und weiterhin große Menschenmassen anlocken.

Meinen Sie Genesis, The Police oder auch Led Zeppelin?

Knopfler: Es sind eine Menge Leute, die sich wieder zusammenschließen. Und das kann ich auch nachvollziehen. Einfach, weil es sehr verlockend sein muss. Gerade, wenn du nicht mehr das Einkommen hast, an das du mal gewöhnt warst. Eben, weil die Leute halt nicht mehr so viele Platten kaufen. Deshalb steckt das Geld jetzt im Live-Spielen. Auch, wenn das für mich eher etwas ist, das ich schon immer getan habe. Jedes Mal, wenn ich ein neues Album fertig habe, gehe ich raus und spiele es. Einfach, weil ich das gerne tue. Und weil ich so daran gewöhnt bin.

Geld spielt gar keine Rolle?

Knopfler: Mittlerweile bin ich wahrscheinlich selbst in der Situation, dass ich das einfach tun muss. Und sei es nur, um mein Studio zu bezahlen (lacht). Trotzdem macht es mir immer noch Spaß. Ich meine, ich kann nicht mehr so touren, wie ich das früher mal getan habe. Also dieses Dire-Straits-Ding, das immer zu lang, zu groß und einfach viel zu viel war. Mittlerweile bin ich eher zwischen den Schulferien unterwegs - wegen der Kinder.

Wobei John Illsley Sie vor kurzem auf eine Straits-Reunion angesprochen hat - doch Sie haben abgelehnt.

Knopfler: Schon, aber ich habe ja erst vor wenigen Monaten mit John gespielt. Und zwar anlässlich seines 60. Geburtstags, den er mit einer großen Party gefeiert hat - und auf der ich ebenso eingeladen war wie die Jungs von damals. Ich muss zugeben: Es hat mir wahnsinnigen Spaß gemacht, nochmal mit der alten Band zu spielen. Keine Frage. Und ich genieße es auch, die Songs von früher zu bringen, wenn ich jetzt auf Tour gehe. Also die, die ich spiele, finde ich immer noch toll - andere dagegen nicht mehr so. "Money For Nothing" kann ich zum Beispiel nicht mehr hören. Wogegen ich "Brothers In Arms" und "Romeo And Juliet" mittlerweile sogar noch besser finde als früher. Und da gibt es noch mehr. Etwa "Sultans Of Swing".

Unter welchen Bedingungen würden Sie sich noch einmal auf die Dire Straits einlassen?

Knopfler: Die einzige Art, wie man das machen könnte - und wie ich es auch wollen würde - wäre im Rahmen einer Benefiz-Aktion. Doch selbst dann wären die Kosten, alles an den Start zu bringen, unglaublich hoch. Also für Proben, Bühne, Licht und alles andere. Dann hättest du auch gleich wieder den Druck, bestimmte Sachen spielen zu müssen, nur um das zu finanzieren.

Und einfach nur zum Spaß?

Knopfler: Nein, unmöglich! Nicht zu machen. Denn neben der ganzen Logistik ist da auch noch der Zeit-Faktor, der für mich immer wichtiger wird. Eben: Wie viel raubt mir das von dem, was ich als Nächstes machen möchte? Allein deshalb konzentriere ich mich mehr auf das, was vor mir liegt - statt nur zurückzublicken.

Morgenmagazin
29. Oktober 2009
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To make your whole life better
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